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Nichtmitglieder können Mietinstrumente beim MusikHug oder beim Musik Bucher beziehen.

Klarinette


Die Klarinette entstand um 1720 aus dem Chalumeau, einem Instrument, das zum Greifen der Töne lediglich über sieben Grifflöcher verfügte. Das Klappensystem, welches das moderne Spiel auf der Klarinette erst ermöglicht, ist das Ergebnis einer stetigen Weiterentwicklung, die Anfangs des letzten Jahrhunderts auf den noch heute gültigen Stand gebracht wurde.

Die Klarinette ist in allen Stilrichtungen der Musik zu Hause. Von Klassik über Volks- und Blasmusik bis hin zum Jazz.

Neben der am meisten gebräuchlichen  B-Klarinette gibt es noch eine Reihe weiterer Instrumente, die sich in Grösse und Tonhöhe voneinander unterscheiden. Die heute noch verwendeten Instrumente beginnen bei der kleinen Es-Klarinette und enden bei der Kontrabassklarinette.

Querflöte

Obwohl zu den Holzblasinstrumenten zählend, sind die meisten Querflöten heute aus Neusilber. Innerhalb der Familie der Querflöten werden neben der bekannten grossen Flöte in C sieben weitere Vertreter in verschiedenen Stimmungen und Grössen unterschieden. Der farbenreiche, brillante Ton wird erzeugt, indem man durch einen schalen Lippenspalt einen kontrollierten Luftstrom quer über die Mundplatte an die Mundlochkannte bläst.

Für dieses Instrument existiert ein äussserst reichhaltiges Literaturangebot. Man findet die Querflöte praktisch in allen Bestzungen (Solo, Kammermusik, Orchester) und in den meisten Stilrichtungen, in der klassischen Musik, im Jazz in in der Unterhaltungsmusik.

Seit den ältesten Zeiten kommt die Flöte in zwei Formen vor als gerade und als Quer- oder Traversflöte. Sowohl als Solo- wie auch als Orchesterinstrument hatte die Querflöte im 18. Jahrhundert ihr erste Hochblüte. In dieser spätbarocken Zeit waren die Querflöten meist immer noch aus Buchsbaum, Ebenholz oder Grenadill. Den gesteigerten Anforderungen technischer und tonlicher Art, die die Komponisten der Klassik und Romantik an die Flöte stellten, war das Instrument der Bachzeit jedoch nicht mehr gewachsen. So schuf Theobald Boehm um 1847 die nach ihm benannte Boehmflöte. Die ausgeklügelte Mechanik hat sich bis in die Heutige zeit nicht wesentlich verändert.

Voraussetzungen:

- geschickte, nicht zu kleine Hände
- gutes Gehör
- Durchhaltevermögen

Trompete

Die moderne Trompete hat im Gegensatz zur früheren, barocken Naturtrompete Ventile, die das virtuose Spiel ermöglichen. Wie alle Blechblasinstrumente wird auch die Trompete mit einem kesselförmigen Mundstück angeblasen. Durch Verändern der Lippenspannung und verschiedenen Kombinationen der Ventile ist es möglich, in allen Tonarten zu spielen. Die Trompete wird in verschiedenen Grössen und Stimmungen gebaut.

Für Trompeterinnen und Trompeter bieten sich vielfältige Musiziermöglichkeiten in Orchester, Kammer-, Tanz- und Volksmusik, aber auch in Brassband, Harmoniemusik, Jazz, Rock- und Popmusik.

Voraussetzungen:

- gutes Gehör
- Durchhaltevermögen

Posaune

Die Posaune gehört wie die Trompete zu den Blechblasinstrumenten. Wie alle Blechblasinstrumente wird die Posaune mit einem kesselförmigen Mundstück angeblasen. Als einziges Blechblasinstrument hat sie statt der Ventile einen sogenannten Zug. Die Altposaune eignet sich wegen ihrer kleineren Ausmasse als ideales Einstiegsinstrument Ein späteres Umsteigen auf die Tenorposaune vollzieht sich ohne Probleme.

Die Posaune ist in den Musikgattungen aller Zeitepochen vertreten als Solo-, Kammermusik- und Orchesterinstrument. Besonderer Beliebtheit erfreut sie sich im Jazz.

Voraussetzungen:

- dem Instrument entsprechende, körperliche Konstitution
- gutes Gehör
- Durchhaltevermögen

Schlagzeug


Das Schlagzeug umfasst Dutzende, ja Hunderte von verschiedenen Instrumenten. Sehr viele davon stammen aus der Folklore und den Riten verschiedenster Völker. Im Orchester wird vom Schlagzeuger erwartet, dass er alles spielen kann, was die Streicher und Bläser nicht spielen... Grundsätzlich unterscheidet man beim Schlagzeug zwischen Instrumenten mit bestimmbarer und solchen mit unbestimmbarer Tonhöhe. Beispiele der ersten Gruppen sind Xylophon, Vibraphon, Glockenspiel und Pauken, und in die zweite Gruppe gehören alle Trommeln, Becken, die südamerikanischen Perkussionsinstrumente, usw.

Traditionellerweise (Konservatorium) werden drei Instrumente studiert: Konzerttrommel, Pauken und Stabspiele . Das Jazz- und Rockschlagzeug, das heute so verbreitet ist, ist erst etwa 80 Jahre alt und wird nur an Musikschulen und Jazzschulen unterrichtet. An der JMS Weinfelden wird einerseits der Unterricht von Rockschlagzeug und Konzerttrommel (kombiniert) und andrerseits von Vibraphon und Marimbaphon angeboten.

Anforderungen: Rhythmus = Bewegung
Davon lassen sich für das Spielen von Rhythmusinstrumenten folgende Anforderungen ableiten:

- grosse Beweglichkeit und Freude an rhythmischer Bewegung
- gute Grob- und Feinmotorik
- Koordinationsfähigkeit zwischen den Extremitäten
- Pulsfestigkeit und Gefühl für periodische Abläufe
- Ausdauer, da viele rein technische Bewegungsabläufe automatisiert werden müssen

Oboe

Die Oboe zählt wie das Fagott zu den Doppelrohrblattinstrumenten. Die Oboe ist aus Ebenholz, konisch gebohrt und mit versilberten Klappen versehen. Das Mundstück ist ein auswechselbares Doppelrohrblatt und wird aus einer Schilfart von Hand hergestellt. Die Oboe ist das Sopranistrument der Oboenfamilie. Das Altinstrument ist das Englischhorn, und das Fagott nimmt den Platz des Bassinstrumentes ein.

In der Barockzeit erfreute sich die Oboe grösster Beliebtheit. Die Oboe unserer Zeit wurde um 1600 von Jean Hotteterre aus der Schalmei weiter entwickelt. Die modernen Klappensysteme bildetet sich erst im 19. Jahrhundert voll aus.

Voraussetzungen:

- geschickte Finger
- Durchhaltevermögen

Saxophon

Das Saxophon gehört trotz seines aus Metall gefertigten Korpus und aufgrund der Anblastechnik zu den Holzblasinstrumente. Der Ton wird, ähnlich der Klarinette, durch in auf das Mundstück gespanntes Rohrblatt erzeugt. Im Sinfonieorchester wird das Saxophon eher selten verwendet. Eine ganze Anzahl von Komponisten wie Bizet, Ravel, Strauss, Hindemith, Debussy, Ibert bedienten sich jedoch des "neuen" Klanges und verhalfen dem Saxophon, sich in den Konzertsälen durchzusetzen. Im Swing- und Tanzorchester, in Harmonie- und Blasmusikkapellen, vor allem aber im Jazz übernimmt das Saxophon eine wichtige Funktion.

Das Saxophon wurde von Adolphe Sax (1814-1884) im Jahre 1841 in Brüssel entwickelt und 1846 in Paris patentiert. Seither ist das Saxophon mehrfach verbessert worden.

Voraussetzungen:

- Dem Instrument entsprechende körperliche Konstitution, genügend grosse Hände
- Durchhaltevermögen

Fagott

Der Name Fagott leitet sich vom italienischen "fagotto" her, das heisst so viel wie "Bündel von Röhren". Es gehört in die Gruppe der Holzblasinstrument (Schilf-Rohrblattinstrument). Das Fagott besteht in der Hauptsache aus zwei parallel verlaufenden Röhren aus Ahornholz. Ein wichtiger Teil ist das Doppelrohrblatt, welches durch ein S-förmiges Verbindungsröhrchen (Mundrohr) mit dem Instrument verbunden ist.

In der Barockmusik ist das Fagott sowohl ein wichtiges Generalbassinstrument als auch ein geschätztes Soloinstrument. Das Fagott findet vor allem Verwendung als Ensembleinstrument. Die Entwicklung des Fagotts setzte in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts ein. Vorher gab es an Doppelrohrblattinstrumenten Dudelsäcke, Krummhörner und Schalmeien.

Voraussetzungen:

- Freude am Erzeugen geblasener Töne in der tiefen und mittleren Lage
- geschickte Finger (viele Halbloch und Gabelgriffe wie bei der Blockflöte)
- Durchhaltevermögen und Bereitschaft, täglich zu üben
ab ca. 12 Jahren, ein früherer Beginn ist mit einem Kinderfagott möglich